Nicht immer ist weniger mehr

Lange Zeit ging ich davon aus, dass der Schlüssel für mein Wohlbefinden vor allem darin liegt, Stress zu reduzieren. Natürlich ist das ein entscheidender Punkt. Aber es ist nicht alles.

Schwarz-Weiss-Porträt von Lisa Schibli: Sie stützt den Kopf auf den Arm und blickt ruhig und nachdenklich in die Kamera.
Ich brauche nicht nur weniger von dem, was mich erschöpft. Ich brauche auch mehr von dem, was mich nährt.

Und genau da beginnt mein Weg zu Berührtsein.

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Wenn die Angst das Steuer übernimmt

In meinem zweiten Burnout litt ich unter massiven Panikattacken. Tagsüber, nachts, im Auto, beim Einkaufen, im Wald, zu Hause …

Irgendwann hatte ich nicht mehr die Kontrolle über mein eigenes Leben. Die Angst hatte das Steuer übernommen. Und das hat mir wiederum große Angst gemacht.

Viele Stunden innerer Arbeit, einige Therapien und Gespräche, ein Klinikaufenthalt und viele Auf und Abs des Lebens später bin ich heute an einem anderen Punkt.

Eine Gratwanderung

Die Angst gehört immer noch zu mir. Sie gehört zum Menschsein. Doch ich begegne ihr anders. Und diese Begegnung ist nicht immer gleich. Sie hängt von meiner momentanen Verfassung ab. Körperlich, psychisch und seelisch.

Ich empfinde diese Begegnung als eine Gratwanderung zwischen Vermeidung und Überforderung. Einerseits möchte ich der Angst durch Vermeidung nicht die Führung überlassen und andererseits möchte ich mich selbst dabei nicht übergehen. Damit meine ich: Habe ich gerade überhaupt die innere Kapazität, der Angst ihren Raum zu geben und durch sie hindurchzugehen?

Mit den Jahren habe ich realisiert, dass meine Angst präsenter ist, wenn ich mich erschöpft fühle. Wenn mein Nervensystem am Anschlag ist, wenn mein Körper müde ist. Um der Angst begegnen zu können, brauche ich eine gewisse Stabilität und Sicherheit in mir.

Was mich nährt

Auf meinem Weg mit der Angst habe ich durch viel Ausprobieren spüren dürfen, was mich darin unterstützt, diese Stabilität und Sicherheit zu nähren. Und ich durfte merken, dass es immer mit Berührtsein zu tun hat.

Die Dinge, die mich im Inneren positiv berühren, nähren mich.

Diese Erkenntnis und das eigene Bedürfnis nach diesen berührenden Momenten waren der Beginn von Berührtsein.

Was nährende Momente verbindet

Die Frage, was sich für uns Menschen nährend anfühlt, begleitet mich schon lange. Und wahrscheinlich gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort. Doch ich könnte mir vorstellen, dass sich im Erleben etwas Verbindendes finden lässt.

Wenn ich sowohl meine persönlichen Erfahrungen als auch die Erfahrungen meiner Klientinnen und Klienten betrachte, empfinde ich das deutlich. Die Gefühle, die solche Momente in uns hinterlassen, werden oftmals sehr ähnlich beschrieben.

  • „Ich fühle mich mehr mit mir verbunden.“
  • „Ich spüre mich wieder besser.“
  • „Ich werde innerlich ruhiger und weiter.“
  • „Ich komme wieder mehr in meinem Körper an.“
  • „Ich fühle mich lebendiger.“
  • „Ich nehme ein Gefühl von Wärme und Sicherheit in mir wahr.“
  • „Ich spüre, wie meine Energie zurückkommt.“

Zwei Wege zu nährenden Momenten

Nun gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten, wie ein nährender Moment aussehen kann.

Mit Berührtsein habe ich einen Raum geöffnet, in dem ich auf zwei ganz unterschiedliche Arten zu solchen Momenten einlade: durch achtsame Massage und Body Music.

In beiden Angeboten geht es letztlich um das Erleben grundlegender menschlicher Bedürfnisse. In der Massage ist es vor allem das Bedürfnis nach Berührung und in der Body Music das nach Spiel und Verbindung.

Vielleicht fühlst du dich angesprochen. Ich freue mich über jeden Menschen, dessen Weg zu mir ins Berührtsein führt und mit dem ich einige dieser nährenden Momente teilen darf.

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Neugierig geworden?

Erfahre mehr über meinen Weg zu achtsamer Massage und Bodymusic.

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